6 Themen, die ich mit HSV-Investor Kühne gerne diskutieren würde

6 Themen, die ich mit HSV-Investor Kühne gerne diskutieren würde

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Kurz vor Beginn der Saison 2016/17 hat sich HSV-Investor Klaus-Michael Kühne zur aktuellen Lage beim Hamburger SV geäußert. Dabei sprach er mit verschiedensten Medien. Dieser Beitrag fokussiert sich vor allem auf das Interview mit dem Spiegel.

Ich hatte bisher leider noch nicht die Gelegenheit persönlich mit HSV-Mäzen Kühne zu sprechen. Sollte es jemals dazu kommen, wäre ich jedoch vorbereitet.

Jetzt geht´s direkt los mit den 6 Themen, die ich mit dem 80-Jährigen Investor des Hamburger SV gerne diskutieren würde.

1. Kühne über Risikokapital

Ich möchte mit einer generellen Einordnung der Finanzspritzen des Mäzens beginnen. Dazu schauen wir uns zuerst einmal seine Sichtweise an.

„Ich weiß aber, dass es sich zu einem beträchtlichen Teil um Risikokapital handelt, das aller Voraussicht nach verloren ist.“ [Klaus-Michael Kühne im Spiegel Interview]

Fußball-Investments sind riskant

Unabhängig vom jeweiligen Empfänger der Finanzspritzen, sind Investitionen in einzelne Fußballclubs risikoreich. Dabei spreche ich vom Anteilserwerb. Investitionen in Sponsoring & Co sind natürlich auch kritisch zu prüfen, haben aber häufig einen anderen Gegenwert wie beispielsweise Reichweite.

Eigenkapital-Investments hingegen sollten – so zumindest die Theorie – immer einem Rendite-Ziel folgen. Diese steigt hierbei mit einem höheren Risiko der Investition. Bei Herrn Kühne könnte man aufgrund seines Mäzen-Status vermuten, dass ihm die Rendite nicht wichtig sei und er lediglich seinem Herzen folgt.

Vergleich mit Startup-Branche

In diese Vermutung passt die Nutzung des Wortes Risikokapital nur bedingt. Üblicherweise wird dieser Begriff in der Startup-Branche verwendet, da das Risiko dort – ebenso wie die Renditen – hoch sind.

Während die Institutionen hinter Startup-Investitionen (Business Angels, Venture Capitalists etc.) ihr Risikokapital auf viele Investments streuen, ist der HSV der einzige Fußballclub, den Klaus-Michael Kühne unterstützt. Das wiederum spricht für sein Mäzen-Dasein.

Abgesehen davon ist die Einstellung des HSV-Mäzens durchaus rational. Aller Voraussicht nach ist das Kapital verloren.

Sportlicher Erfolg lässt sich zwar sehr schön ausmalen, aber leider nur bedingt planen. So hat beispielsweise auch der Zufall einen größeren Einfluss auf den Fußball, als viele vermuten würden.

Meiner Ansicht nach ist die Einstellung des HSV-Investors zum investierten Kapital absolut vertretbar.

2. Kühne über Veränderungen beim HSV

Starten wir erneut mit einem Zitat aus dem Spiegel-Interview.

„Als Unternehmer halte ich Veränderungen generell für machbar, aber beim HSV ist dies sehr schwierig.“

Veränderungen sind wichtig

Ich habe an dieser Stelle ebenfalls bereits viel über Veränderungen geschrieben. Obwohl diese meistens eine Beeinträchtigung der Komfortzone mit sich bringen, sind sie essentiell.

Nur wer sich verändert, kann langfristig bestehen bleiben. Im Zuge meiner Beiträge zur Digitalisierung habe ich unter anderem über mögliche Hindernisse von Veränderungen geschrieben. Diese Erkenntnisse lassen sich auch auf den vorliegenden Fall übertragen.

Hindernisse von Veränderungen

Aufgrund einer starken kurzfristigen Incentivierung neigen die Verantwortlichen von Fußballclubs dazu, nicht über eine Saison hinaus zu planen.

In besagtem Interview bezieht Herr Kühne diese Aussagen vor allem auf die starke Mitgliederbasis. Einerseits steht der HSV dadurch für Tradition und ist trotz der sportlichen Krisen weiterhin einer der Bundesligisten mit der stärksten Fan-Basis.

Andererseits sind diese Fans nach wie vor über das Konstrukt des eingetragenen Vereins (Hamburger SV e.V.) Mehrheitseigner an der ausgegliederten HSV Fußball AG. HSV-Mäzen Kühne ist hier mit 17% zwar der größte externe Investor, kann den Verein aber trotzdem nicht überstimmen.

Damit kommen wir direkt zum nächsten Punkt.

3. Kühne´s Einfluss beim HSV

Ich finde besonders spannend, was Klaus-Michael Kühne über seinen Einfluss beim HSV sagt. Vermutlich sehen einige Fußballinteressierte das anders.

„Aber wir haben so gut wie keinen Einfluss. Im Grunde stehe ich allein auf weiter Flur, das ist mein Dilemma.“ [Klaus-Michael Kühne im Spiegel-Interview]

Sind 17% Anteile wenig?

Für den Mehrheitseigner des Logistikdienstleisters Kühne + Nagel ist ein Anteil von 17% natürlich wenig. Das ist verständlich. Auch wenn es einigen HSV-Fans mit Sicherheit so vorkommen mag, hat Herr Kühne mit diesen 17% keinerlei Entscheidungsgewalt über den Club.

In der Hauptversammlung kann er zwar mit abstimmen, wird jedoch ohne Zustimmung der Vertreter des eingetragenen Vereins keine Entscheidung herbeiführen können. Auch im Aufsichtsrat sitzt lediglich ein direkter Vertrauter Kühne´s. Karl Gernandt, der ebenfalls bei Kühne + Nagel aktiv ist.

Mit einer Stimme in dem sechsköpfigen Gremium kann Kühne jedoch auch hier keine Fäden ziehen. Die Frage ist somit mit Ja zu beantworten. 17 % sind wenig.

Wie viel Einfluss der Fans gut ist bzw. wie viel prozentualen Einfluss (einzelne) Investoren haben sollten, ist schwierig zu beantworten. Hierzu konnte ich mir – trotz meiner wissenschaftlichen Forschungen im Bereich Corporate Governance – bisher noch keine finale Meinung bilden.

Inoffizieller Einfluss

Trotzdem habe ich das Gefühl, dass der HSV immer zusammenzuckt, sobald der Investor sich zu Wort meldet. So ungern ich diese Parallele als HSV-Fan und genereller Menschenfreund auch ziehe, sehe ich von der grundlegenden Konstellation Gemeinsamkeiten mit dem TSV 1860 München.

Das habe ich in meinem Beitrag über den Niedergang der Löwen bereits erläutert und möchte es hier nur ganz kurz zusammenfassen.

Finanzielle Abhängigkeit

Es scheint so, dass der HSV in gewissen Situationen von seinem Investor abhängig ist. Deutlich wird das für mich mittlerweile regelmäßig bei der jährlichen Lizenzierung durch die DFL. Die Lizenz wurde in den vergangenen Jahren erteilt, weil Herr Kühne sich bereit erklärt hat, offene Finanzlücken zu schließen.

Natürlich könnten wir HSV-Fans ihm dafür dankbar sein. Was bei einem Lizenzentzug passiert, haben wir schließlich bei 1860 München gesehen. Zwangsabstieg.

Trotzdem sollte kein Club meiner Ansicht nach in dieser Lage sein. Die Erteilung der Lizenz sollte bei jedem Bundesligisten unabhängig von externen Investoren erfolgen.

Dennoch gibt es in meinen Augen einen maßgeblichen Unterschied zwischen den Löwen und dem Dino. Bei Herrn Kühne glaube ich daran, dass sein Herz wirklich an den Rothosen hängt.

Trotzdem möchte ich betonen, dass ich diese inoffizielle Art des Einflusses für nicht gut halte. Dieser Einfluss bzw. die Abhängigkeit geht einigen Berichten zufolge noch weiter.

Einfluss auf Spielertransfers

Über den Spielerberater Volker Struth hat Kühne versucht sich Fußball-Wissen in seinen engeren Kreis zu holen. Dieser Ansatz geht sicherlich in die richtige Richtung, hat aber einen Haken:

Neben seiner Berater-Funktion für Herrn Kühne hat Herr Struth eigene Interessen in Bezug auf seine Spielerberater-Tätigkeit. Beide Aufgaben sind meiner Meinung nach nur sehr schwer unter einen Hut zu bekommen, ohne Opfer von Interessenskonflikten zu werden.

Diese Feststellung ist unabhängig von den beiden Personen in dieser Konstellation und auf jede Investoren – Spielerberater-Situation zu übertragen.

Leider ist es von außen sehr schwer, diese Konstellation abschließend zu bewerten. Dass allerdings der Verdacht aufkommt, der HSV könnte Spielball von konfliktären Motiven werden, ist ein alarmierendes Zeichen und hilft keiner der Parteien weiter.

Meine 6 Themen, die ich gerne mit Kühne diskutieren würde
Meine 6 Themen, die ich gerne mit Kühne diskutieren würde

 4. Kühne über die Personalpolitik beim HSV

Ich hoffe, dass auch einige HSV-Fans diesen Beitrag lesen und freue mich über emotionale und/oder rationale Meinungen in den Kommentaren. Ich bleibe rational und möchte erneut mit einem Kühne-Statement aus dem Spiegel-Interview starten.

„Die größten Fehler passieren in der Personalpolitik, etwa mit den Spielern, die gehen sollten. Der HSV ist ein Phänomen, weil die Luschen immer hier hängen bleiben. Ein gutes Beispiel ist Lasogga.“

Mit dieser Aussage habe ich durchaus Bauchschmerzen. Ich erkläre Dir auch, warum.

Verdienen Luschen Millionen?

Als HSV-Fan bin ich natürlich auch häufig nicht mit der Leistung der Spieler zufrieden. Das geht soweit, dass ich meine letzten Trikots nicht mal mit einem Namen habe beflocken lassen.

Trotzdem teile ich die Aussage von Herrn Kühne nicht. Das liegt einerseits daran, dass ich sie persönlich abwertend finde. Deshalb würde ich das Wort Luschen gerne durch schlechte Form ersetzen.

Andererseits bin ich mir nicht sicher, ob der HSV immer Spieler verpflichtet, die außer Form sind oder ob die Spieler erst an der Elbe außer Form kommen.

Das sind zwei wesentliche Unterschiede. Während wir im ersten Beispiel den Sportdirektor wegen der schlechten Verpflichtung zur Verantwortung ziehen, ist das beim zweiten Fall schwieriger.

Natürlich könnten wir dem Trainer einen Vorwurf machen. Vielleicht war es aber doch der Sportdirektor, der zwar gute Spieler, diese aber ohne einen Blick auf das große Ganze verpflichtet hat. Oder ist es das Umfeld zu dem nicht nur Verantwortliche, Betreuer und Medien, sondern insbesondere auch ein Herr Kühne als Investor gehört?

Ich werde mich der Frage mit Sicherheit nochmal widmen, sie aber nicht in einem Absatz dieses Beitrags beantworten.

Dennoch bin ich davon überzeugt, dass der HSV (zumindest teilweise) gute Spieler verpflichtet. Diese Aussage wird auch Klaus-Michael Kühne teilen. Schließlich hat er einen signifikanten Teil des aktuellen Kaders bezahlt.

Wo ich dem Mäzen jedoch zustimme, ist die Tatsache, dass ganz sicher nicht alle Spieler in Höchstform sind – um es vorsichtig auszudrücken.

Unmögliches Timing

Das Pokalspiel war bereits verloren und der Bundesligastart stand direkt vor der Tür. Ich finde es nicht sinnvoll einem Team, dem man die Verunsicherung im Pokalspiel angesehen hat, zu diesem Zeitpunkt so enormem Druck auszusetzen.

Hinzu kommt, dass das Luschen-Beispiel ein Spieler ist, der aktuell verkauft werden soll. Mit Sicherheit wird der Marktwert von Pierre-Michel Lasogga nach diesen Aussagen nicht gestiegen sein.

Sicherlich hat der HSV in jüngster Vergangenheit ebenfalls nicht mit dem Verkauf von Spielern brilliert, aber solche Aussagen des Investors machen es fast unmöglich den Stürmer attraktiv los zu werden.

5. Kühne über Fußballer-Verträge

Diesem Thema wollte ich mich schon lange Zeit einmal widmen und komme nun immerhin am Rande dazu. Das sagt Kühne über die Verträge der HSV-Spieler.

„Ich bin immer dafür, Verträge nicht zu langfristig und erfolgsabhängig zu gestalten.“ [Klaus-Michael Kühne im Spiegel-Interview]

Langfristigkeit von Verträgen

Seit dem Bosman-Urteil, auf das ich zu einem späteren Zeitpunkt an dieser Stelle noch eingehen werde, dürfen Fußballclubs nach Vertragsablauf keine Ablösesumme mehr für Spieler verlangen.

Aus diesem Grund neigen Fußballclubs dazu, seit Ende der 90er-Jahre ihre Verträge mit den Spielern eher langfristig abzuschließen. Auf diese Art und Weise wird die Wahrscheinlichkeit, beim Vereinswechsel an einer Ablösesumme zu partizipieren, erhöht.

Einzige Ausnahme sind alternde Spieler. Bei diesen ist ein attraktiver Weiterverkauf in der Regel unwahrscheinlich. Außerdem wissen die Verantwortlichen nur selten, wie lange besagte Spieler noch auf höchstem Niveau Fußball spielen können.

Einige dieser Verträge sind sogar so gestrickt, dass sich sich ab einer bestimmten Einsatzzeit (in Form von Spielen) sogar automatisch um ein weiteres Jahr verlängern. Damit wären wir bei der erfolgsabhängigen Komponente.

Erfolgsabhängigkeit von Verträgen

Über diese Alters-Klausel hinaus gibt es weitere erfolgsabhängige Komponenten in den Verträgen von Fußballprofis. Diese beziehen sich zwar üblicherweise auf das Gehalt, stocken dabei aber nur das üppige Grundgehalt auf.

Je nach Mannschaftsteil gibt es Boni für Tore, Assists, Einsatzzeiten (Auflaufprämie), Spiele ohne Gegentor und viele mehr. Dies ändert jedoch nichts an der Tatsache, die Kühne indirekt anspricht. Zu viele Stars bekommen ihr Gehalt ohne Leistung zu bringen.

Um dies zu ändern, müsste das Grundgehalt entweder reduziert oder aber Misserfolgs-Klauseln eingeführt werden, die diese Reduktion bei ausbleibendem Erfolg bzw. Einsatz herbeiführen. Schließlich wird jeder Fan bereits einmal das Gefühl gehabt haben, dass einzelne Spieler des Lieblingsclubs sich nicht reinhängen.

Ebenfalls denkbar sind vermeidbare gelbe und/oder rote Karten härter zu bestrafen. Diese schwächen das Team und werden bereits heute mit Geldstrafen gemaßregelt. Die Höhe ist dabei – je nach Club – jedoch meistens im Vergleich zum eigentlichen Gehalt lächerlich.

So spannend ich diese Ansätze auch finde, so unwahrscheinlich ist es, dass ein einzelner Club sie einführen kann. Für die Spieler wären solche Verträge schließlich unattraktiv, womit ein Wechsel zur Konkurrenz wahrscheinlicher wird.

6. Kühne über die Zukunft

Zu dem nun folgenden und abschließende Statement möchte ich gar nicht viel schreiben. Ich unterschreibe es bedingungslos.

„Ich lebe momentan mal wieder von der Hoffnung.“

Diese stirbt ja bekanntlich auch zuletzt :-).


Ob HSV-Fan oder nicht. Schreibe jetzt einen Kommentar: Wie stehst Du zum Kühne-Engagement beim HSV?

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30 thoughts on “6 Themen, die ich mit HSV-Investor Kühne gerne diskutieren würde

  • 23. August 2017 um 14:06
    Permalink

    Tja Herr Kühne kommt aus der Wirtschaft. Je mehr man dort investiert umso höher ist die Chance auf höheren Ertrag. Auch wenn es dort natürlich ebenfalls keine Erfolgsgarantie gibt.

    Der HSV sollte nach Möglichkeiten suchen sich von seinem Investor unabhängig zu machen. Statt das Geld in teure Spieler zu stecken welche es sich dann mit gutem Vertrag in der Komfortsituation gemütlich machen, sollte man lieber die eigenen Talente besser entlohnen und so langfristig binden. Gebügend Beispiele gibt es.

    Gruß von einem Mainz-Fan

    Antwort
    • 23. August 2017 um 21:19
      Permalink

      Guten Abend Patrick,

      vielen Dank für Deinen Kommentar. Es ist spannend, die Worte eines Nicht-HSV-Fans dazu zu lesen. Ich stimme Dir absolut zu. Der Club sollte sich um eine Unabhängigkeit bemühen. Diese ist in der jetzigen Situation allerdings schwer zu erreichen, weil der HSV alljährlich (zur Lizenzierung) die Abhängigkeit vor Augen geführt bekommt.

      Die Talentförderung wird hier in Hamburg ständig diskutiert. Aktuell spielen gelegentlich junge Spieler. Das liegt nicht daran, dass diese so herausragend spielen, sondern daran, dass die alten es sich „mit gutem Vertrag in der Komfortsituation gemütlich machen“. Genau wie Du schreibst. Dieser Weg ist allerdings lang und wird nicht einfach. Ich habe das Gefühl, dass der HSV nach wie vor hofft, dass dieser sicherlich schmerzhafte Prozess durch Investitionen übersprungen werden kann und man sofort an alte Erfolge anknüpft. Dass das nicht klappt, haben wir jedoch schon häufig genug gesehen :-).

      Liebe Grüße
      Ralf

      Antwort
  • 23. August 2017 um 14:37
    Permalink

    Danke für die gute Zusammenfassung, Ralf. Ich sehe das Engagement zu nahezu 100 Prozent negativ.

    Vorab: Er ist selbstverständlich nicht der Alleinschuldige. Dazu haben speziell Dietmar Beiersdorfer plus Aufsichtsrat beigetragen.

    Welche Randnotiz mir eindeutig zu oft fehlt: Herr Kühne hat meines Wissen (zumindest fast) nie Anteile gekauft, sondern Darlehen gegeben. Es ist sein Geld und damit legitim, macht ihn aber damit für mich nicht zum oft umjubelten Retter.

    Ob wissentlich oder nicht, agiert er aus meiner Sicht ausschließlich vereinsschädigend. Dieses Verhalten wird allerdings durch fehlende Haltung und Strategie der Vereinsführung (v.a. DB, nun HB) unkritisch in Kauf genommen.

    Einen Kurs, etwa verstärkt auf die eigene Jugend oder talentierte Neueinkäufe zu setzen, trägt er nicht mit, sondern gibt nur Geld, sofern ihm die Transfers passen. Das ging mit der Rückkehr von Van der Vaart los und setzt sich mit dem Einkauf von André Hahn sowie der unnötigen Vertragsverlängerung mit Bobby Wood fort. An einer Konsolidierung der erschreckenden Vereinsfinanzen ist Herr Kühne nicht interessiert, sondern drängt den HSV immer weiter in die Schulden bzw. Abhängigkeit von ihm. Die Platzierung von Karl Gernandt als (Ex-)Aufsichtsrat-Boss spricht für sich.

    Kurz: Er mag sicherlich in einigen Situationen Brände gelöscht haben, hat aber aus meiner Sicht mindestens genauso viele gelegt – auch wenn, wie gesagt, mehrere Akteure an der Misere Schuld sind.

    Antwort
    • 23. August 2017 um 21:25
      Permalink

      Guten Abend Philipp,

      vielen Dank für Deinen Kommentar. Obwohl Du es nicht drunter geschrieben hast, weiß ich ja, dass Du BVB-Fan und HSV-Sympathisant bist :-). Obwohl Du es wesentlich kritischer formulierst als ich, stimme ich Dir zu.

      Gemäß meines Mottos: „Ich will Dir nichts Böses und Du mir nicht“ – unterstelle ich Herrn Kühne keine schlechten Absichten. Durch Ungeschicktheit (bspw. Timing sowie Art & Weise der Kommunikation) macht er es jedoch häufig eher schlimmer als besser. Die Verwicklung in einzelne Spielertransfers habe ich ja oben ebenfalls beschrieben und sehe diese kritisch. Auch wenn Herr Kühne in seinem Unternehmen sicherlich Großes geleistet hat, sehen wir, dass Fußball eben doch noch ein anderes Geschäft ist.

      Ich bin gespannt, wie es weitergeht und hoffe, dass sich hier noch der ein oder andere HSV-Fan zu Wort meldet :-).

      Liebe Grüße und einen schönen Abend
      Ralf

      PS: Schaut gerne mal auf Philipps Blog vorbei, wenn Ihr Euch für Technologie & Sport interessiert: https://matchplanmag.de/

      Antwort
  • 23. August 2017 um 23:41
    Permalink

    Sehr spannender Blog-Beitrag.

    Ich freue mich auf zahlreiche Kommentare und weitere Blickwinkel.

    Grüße aus Bee!

    Antwort
    • 24. August 2017 um 7:45
      Permalink

      Guten Morgen Andreas,

      schön, dass Du Dich mal wieder zu Wort meldest! Die HSV-Fans trauen sich bisher noch nicht oder schreiben sehr ausführliche Antworten :-).

      Liebe Grüße aus Hamburg nach Berlin
      Ralf

      Antwort
  • 24. August 2017 um 12:04
    Permalink

    Sehr guter Beitrag und absolut richtig. Das Problem ist nur: wie soll sich der HSV von Kühne lösen? Sein Geld wird gebraucht und genau deswegen hat er auch so viel Einfluss. Bei den chaotischen Verhältnissen in Hamburg wird es schwer, eine Alternative zu finden. Es ist irgendwie ein Teufelskreis, in dem sich der HSV befindet. Vergrault er Kühne, könnte die Lizenz in Gefahr sein. Macht man das Gegenteil, hat man einen Investor, der sich immer mal wieder unpassend äußert und begibt bzw. bleibt in einer Abhängigkeit. Beides ist irgendwie nix. Vor allem, selbst wenn man weiterhin von Kühne abhängig sein will, dann muss man immer sein Alter beachten. Was ist, wenn er irgendwann nicht mehr sein sollte? Dann steht der HSV auch vor einem finanziellen Scherbenhaufen, wenn man jetzt nicht die richtigen Weichen stellt.

    Aber was ist die Lösung? Es ist nicht anzunehmen, dass neue Investoren oder Großsonsoren einsteigen, also muss man sich da selbst irgendwie rauskämpfen. Letztendlich bräuchte man in Hamburg Personen, die auch mit kleinem Geld eine Bundesligataugliche Truppe aufstellen können, so wie es bspw. Mainz oder Freiburg tun. Allerdings setzt dies auch bestimmte Dinge voraus, wie ein gutes Scoutingnetz oder eine gute Jugendarbeit. Beides ist in Hamburg offenbar nicht gegeben. Diese beiden Punkte wären aber beispielhafte Ansatzpunkte, wie es langfristig gehen könnte. Klappt dies, finden sich in einem Umfeld wir Hamburg irgendwann auch mal wieder andere, die Geld in den Verein stecken. Ohne Konzept, wie aktuell, allerdings nicht. Allerdings weiß ich nicht, ob ausreichend Komperenz im Verein ist, hier die richtigen Dinge anzufassen. Bruchhagen traue ich defintiv zu, manche Dinge richtig einschätzen zu können, aber wer soll sie umsetzen, wenn man wichtige Positionen aktuell und in der Vergangenheit mit erfolglosen Leuten wie Kreuzer oder Todt besetzt (hat)…?

    Grüße von einem Bayern Fan und HSV Sympathisanten

    Antwort
    • 25. August 2017 um 7:14
      Permalink

      Guten Morgen Timo,

      vielen Dank für Deine Gedanken! Zu gerne würde ich einen einfachen Weg aus dem Verhältnis mit Kühne aufzeigen. Das geht allerdings leider nicht. Um sich nachhaltig unabhängig zu machen, braucht der HSV genug Finanzreserven für die Lizenzierung. Spätestens zu diesem Zeitpunkt hätte Kühne aktuell wieder alles in seiner Hand. Was eigentlich selbstverständlich klingt, ist in Hamburg nicht so einfach. Denkbar wären folgende Szenarien:

      – Überraschender sportlicher Erfolg –> höhere Einnahmen aus der TV-Vermarktung & Co
      – Attraktiver Verkauf eines einzelnen Spielers ohne direkte Reinvestition in den Kader
      – Sparmaßnahmen (z.B. intensivere Einbindung der eigenen Jugendspieler): Dass der HSV das nicht konsequent durchziehen kann, haben wir in der Vergangenheit bereits gesehen
      – Einbindung anderer externer Investoren, wobei hierzu allmählich der Puffer fehlt. Es dürfen lediglich noch gut 4% der Anteile verkauft werden, bis die Mitgliederversammlung bei Verlust der Sperrminorität (< 75%) befragt werden müsste. - darüber hinaus gibt es sicherlich noch weitere Szenarien, die alle noch unwahrscheinlicher sind. Das ist das, was mir spontan dazu einfällt :-). Siehst Du noch weitere Möglichkeiten? Liebe Grüße und einen schönen Tag Ralf

      Antwort
  • 24. August 2017 um 21:15
    Permalink

    Ich kann Philipp nur komplett zustimmen. Kühne hat viele der heutigen Probleme geschaffen, in dem er die Inkompetenz der HSV-Gremien (Vorstand wie AR) mit seinen Wünschen erpresst hat! Angefangen hat das deutlich vor der Ausgliederung mit Jarchow und einem AR, der Schulklassengröße hatte (van der Vaart wurde erpresst). Danach kam der wohl inkompetenteste BWLer aller Zeiten ans Ruder, Dietmar Beiersdorfer. Der hat dann brav alle Rentner und Dauerpatienten gekauft, die Kühne wollte. Dazu hat er sie mit Gehältern ausgestattet, die 50% und mehr über dem lagen, was die Spieler hätten verdienen dürfen.
    Die Liste der beim HSV beteiligten ist lang, sehr lang, nach Hoffmann kam nur das Niveau Laienspielgruppe und Eigendarsteller: Jarchow, Ertl (und die anderen AR-Mitglieder), Beiersdorfer und der aktuelle AR, Calmund, Struth, Kühne…. Auch Bruchhagen und Todt müssen sich fragen lassen, warum sie dem Druck nachgegeben haben.

    Einen wesentlichen Anteil an der Misere haben aber auch die Hamburger Medien, weil sie ihren Job nicht machen. Jahrelang haben sie nur das berichtet, was sie berichten wollten. Sie haben gewusst, was beim HSV abgeht, aber sie haben nicht kritisch berichtet sondern die Verantwortlichen gedeckt. Wie kann man „Dukaten-Didi“ zu einem Mann sagen, der bei keinem Verein eine positive Transferbilanz hatte?
    Wie kann man wiederkehrend jeden Z-Promi, Ex-Spieler oder Fan zu Wort kommen lassen, um Kühnes Interviews zu deuten, anstatt einmal einen recherchierten Bericht über die wahren Inhalte, Hintergründe und Machenschaften anzufertigen? Klar müssen die Medien Zeitungen oder Sendezeit verkaufen, aber seriös ist es, nicht nur sein Fähnchen in den Wind zu halten sondern ehrlich und aus verschiedenen Perspektiven zu berichten!
    Aber nein, lieber bezeichnet man Herrn Kühne als „Gönner“ oder „Mäzän“ …. was für ein Schwachsinn, der Mann hat bisher für weite Teile seiner Gelder Gegenleistungen oder Rückzahlungen erhalten! Und Erpressung kostet nun einmal – aber darüber berichtet keiner!

    Es gibt nur eine Lösung aus dem Dilemma: Abstieg (= Insolvenz) und in der Versenkung verschwinden. Dann muss gehandelt werden, dann finden sich vielleicht Protagonisten, denen es wirklich um den HSV geht und die ihn führen! Einzige Alternative mit großem Risiko: radikal auf die eigene Jugend setzen, alle Spieler mit einem Gehalt > 1,5 Mio pro Jahr verkaufen oder abgeben und hoffen, dass man so nicht absteigt. Wäre Letzteres 2011 passiert (wie Arnesen es wollte, der letzte Sportdirektor beim HSV, der diesen Namen verdient), wäre der HSV in den letzten Jahren vielleicht auch in der Relegation gelandet, aber man hätte ein Vielfaches an Schulden weniger! Spätestens 2014, als die Mitglieder ein klares Votum für HSVplus und die Ausgliederung gegeben hatten, hätten man die Ziele von HSVplus umsetzen müssen. Aber man hat den Willen der Mitglieder mit Füssen getreten und den HSV ruiniert.

    Hat sich mal jemand gefragt, warum Kühne alle beleidigt hat, nur den einen, der den HSV mit ihm zusammen ruiniert hat nicht…? Vielleicht sollten wir Volker Struth fragen, der sich in den letzten Jahren beim HSV gesund gestoßen hat …

    Ich finde, dass Hans Sarpei charmant war, als er Herrn Kühne als Schande bezeichnet hat! Und ich kann zwar rational nachvollziehen, warum Du, lieber Ralf, mit ihm mal sprechen möchtest, aber mir wäre ein sachliches Gespräch nicht einmal im Ansatz möglich. Er nimmt tausenden von Fans die Freude am Fußball, weil er seinen Willen durch Geld erpresst!

    Viele Grüße
    Britta, HSV-Fan seit über 40 Jahren

    Antwort
    • 25. August 2017 um 7:23
      Permalink

      Guten Morgen Britta,

      vielen Dank für Deinen Kommentar. Die Leidenschaft für den HSV lese ich selbst so früh am Morgen schon aus Deinen Worten heraus und kann Deinen Ärger nachvollziehen. Wie Du weißt, tue ich mich schwer über einzelne Personen zu urteilen ohne deren Erfolgsbilanz selbst analysiert zu haben. Bei Kühne traue ich mich bereits etwas mehr und werde immer skeptischer. Dabei kann ich mich allerdings noch nicht festlegen, ob er seine Rolle absichtlich so interpretiert, wie er es nicht sollte, oder aber, ob er es unabsichtlich macht. Genau aus diesem Grund würde ich gerne einmal mit ihm sprechen.

      Natürlich bin ich noch nicht seit 40 Jahren HSV-Fan (wie auch? :-)), würde mir aber insgesamt in der Berichterstattung mehr Objektivität wünschen. Obwohl, wenn es diese gebe, hätte ich es mit meinem Blog wesentlich schwieriger.

      Unter dem Kommentar von Timo habe ich zusätzlich zu Deinen beiden Szenarien noch weitere Möglichkeiten aufgezeigt, wie der HSV seine Abhängigkeit von Kühne reduzieren kann. Ich muss nämlich zugeben, dass ich das Szenario Absteig (=Insolvenz) nicht allzu attraktiv finde. Was hältst Du von meinen Vorschlägen?

      Liebe Grüße und einen schönen Tag
      Ralf

      Antwort
  • 27. August 2017 um 9:05
    Permalink

    Guten Morgen Ralf,

    wie soll ich sagen: ich wünsche Dir, dass Du die 40 Jahre irgendwann einmal voll machen darfst und vorher nicht aufgibst oder nervlich am Ende bist … 😉

    Deine Szenarien sind alle richtig und wären im Jahr 2014 der einzige Weg gewesen. Damals hätte man ihn sukzessive angehen können. Heute sind sie leider nur ein Tropfen auf dem heißen Stein. Wirtschaftlich benötigt der HSV ein Wunder, will er sich von Kühne lösen! Ich versuche es in einzelnen Beispielen zu erklären, muss aber vorweg nehmen, dass ich keine Detailzahlen kenne, also das zu Grunde legen muss, was medial berichtet wird.

    1. Gehaltsetat: der HSV hat seine Lizenz für die Spielzeit nur unter Auflagen bekommen. Eine war, dass er den Gehaltsetat auf 48 Millionen senken muss. Also hat der AR-Vorsitzende versucht, diesen Punkt zu erfüllen, indem er erst Neuzugänge zulassen wollte, wenn Abgänge erfolgt sind. Er wurde medial beleidigt sowie als Idiot und Verhinderer dargestellt, obwohl er eigentlich nur seinem Job nachgegangen ist. Das kennt man beim HSV nicht mehr, denn der AR war ja in den letzten Jahrzehnten nur ein Haufen Wichtigtuer und Selbstdarsteller.
    Ein paar Interviews von Kühne später, wurde plötzlich doch gehandelt. An dieser Stelle kann ich nur im Sinne des HSV spekulieren (hoffen), dass Kühne auch die Gehälter von Wood und Hahn abgesichert hat, denn mit diesen Verpflichtungen, stieg der Gehaltsetat des HSV auf über 60 Millionen Euro pro Jahr!! Ich hatte mir erlaubt, ausgehend vom Ende der letzten Saison, eine Aufstellung des Gehaltsetats fortlaufend mit dem medial berichteten Zu- und Abgängen sowie Werten zu pflegen. Warum die Medien seit diesem Tag von „aktuell ca. 55 Mio“ sprechen, erschließt sich mir nicht. Übrigens sprechen sie trotz weiterer Verpflichtungen danach, noch immer von 55 Mio …. Ein Schelm wer Böses denkt ….

    Hat Kühne die Gehälter nicht übernommen, werden wir im Frühjahr viel Freude an der Lizenzdiskussion haben ….

    Ich kann natürlich nicht ausschließen, dass die berichteten Gehälter nicht stimmen. Aber auch wenn wir den Betrag also solches weglassen, der HSV liegt über der Lizenzauflage und über dem Gehaltsetat der letzten Saison!

    2. Sonstige Einnahmen: wie Du oben selber angeführt hast, sind nur noch 4% der Anteile zu haben. „Peanuts“, wenn man an den Schuldenberg denkt. So lange Kühne dort Anteilseigner ist, wird kein anderer finanzieren! Auch das verdanken wir Beiersdorfer und ihm, denn Gernandt und Beiersdorfer hatten zwar eine dicke Lippe, aber die angekündigten zahlreichen Sponsoren lassen bis heute auf sich warte.
    Zwar ist es jetzt gelungen, einen Sponsor für den Trikotärmel zu gewinnen, aber was ist ein solcher Vertrag mit einem mittelständischen Unternehmen wert? Ich tippe auf maximal ein Spielergehalt pro Saison! Ansonsten werden die geplanten Einnahmen im DFB-Pokal nicht fließen. Die Tendenz im Dauerkartenverkauf ist erschreckend, schon wieder haben einige tausend Fans nicht verlängert. Im freien Verkauf lässt sich in den letzten 2 Jahren beobachten, dass das Stadion nur noch 2-3 Mal pro Jahr ausverkauft ist (Bayern, Werder, letzter Spieltag). Ja, es kommen noch immer über 50.000, aber keine 57.000 mehr! Eine Steigerung der Einnahmen ist hier nur dann möglich, wenn der HSV seine Fans wieder mit einer besseren Außenwirkung und vor allem sportlichen Leistung abholt. Weitere Mehreinnahmen sehe ich aktuell nicht, der der HSV muss nach „shockpink“ in der letzten Saison, sich erst einmal sehr lang machen, um ähnliche Zahlen im Merchandising auch in diesem Jahr zu erreichen!

    3. TV-Gelder: über die Lizenz wird im Frühjahr entschieden, davor fließen noch keine neuen TV-Gelder! Selbst wenn der HSV sich sportlich verbessert, wird das erst im Mai feststehen und die Gelder für die kommenden Saison fließen.

    4. Spielerabgänge: jeder Abgang hilft, allerdings bin ich nicht sehr optimistisch, dass es Interesse für die Spieler gibt, die der HSV loswerden möchte. Die Spitze des Gehaltsrankings sitzt mit Ausnahme von Wood auf der Bank oder Tribüne. Lasogga (bekommt jede Saison 0,2 Mio mehr laut Vertrag, in dieser Saison dürften es also 3,6 Mio sein), Holtby (Region Lasogga), Schipplock (ca. 2,5 Mio pro Saison) … dazu gesellen sich folgende Spieler, die sicher bei 2 – 2,5 Mio pro Jahr liegen: Papadopoulos, Hunt, Ekdal, Kostic, Müller. Nahe dran bzw. eventuell auch dort sind Sakai, Walace, Mavraj, Douglas Santos …. alles Spieler, die wir „Dukaten-Didi“ und „Gönner Kühne“ verdanken!
    Wirklich helfen würde hier nur, wenn mindestens 3 dieser Spieler gehen. Bei Lasogga und Schipplock benötigt man keinen Ersatz, bei allen anderen müsste man nochmals aktiv werden, also hält sich die Ersparnis im Rahmen. Erlöse wird man dort kaum erzielen, denn wenn sich ein Verein bereits erklärt, einen dieser Spieler zu nehmen, wird entweder der Spieler auf viel Geld verzichten müssen oder der HSV zahlt Abfindungen. Will sagen: diese Spieler sitzen ihre Verträge aus und bringen dem HSV keinen Cent!

    Dem HSV helfen kleine Maßnahmen nicht mehr bzw. sie verpuffen. Ohne Kühne wäre der HSV längst insolvent, auch wenn Bruchhagen das öffentlich dementiert. Man hat jahrelang alle Chancen nicht genutzt und sich in eine immer größere Abhängigkeit gebracht, nun muss man den „Gönner“ bei Laune halten und sich öffentlich dem Spott hingeben. Bis heute hat der HSV keine eigenes Konzept, man stopft Löcher und lebt vom Prinzip Hoffnung. Statt in diesem Sommer aufzuräumen und wirklich auf den Nachwuchs zu setzen, sitzt dieser auf der bank oder spielt in der „Zwoten“ (Jatta, Janjicic, Waldschmidt, Arp). Der Trainer spricht – am Vorstand vorbei – direkt mit Kühne und Struth, bei mir wäre das eine fristlose Entlassung, beim HSV nimmt man es hin. Bruchhagen und Todt hätten Gisdol unmissverständlich sagen müssen, dass kein Spieler unverkäuflich ist, statt sich mit Wood und Hahn erpressen zu lassen! Hätte es wirklich Angebote über die geforderte 12-Mio-Klausel für Wood gegeben (ich sage, die hat Struth erfunden), hätte ich zwar auch versucht ihn zu halten, aber nicht für das Gehalt – ich hätte ihn verkauft! In der Zwoten spielt Törless Knöll, 20 Jahre jung, Nationalspieler und trifft (5 Tore in 5 Spielen). Der Junge hat noch nicht mal einen Profivertrag, sein aktueller läuft 2018 aus!

    Beim HSV hat man trotz sämtlicher Skandale und Katastrophen der letzten Jahre nichts gelernt. Aktuell wird nun auch noch ermittelt. Die Schlinge zieht sich langsam zu …

    Leidtragende werden wir Fans sein, die wir heute nur noch zahlende Statisten sind. All die Protagonisten, die sich mit „der Raute im Herzen“ rühmen, werden weiterziehen und bei anderen Vereinen tätig sein, wir werden den Verlust des Dinos betrauern!

    Liebe Grüße
    Britta

    Antwort
    • 27. August 2017 um 19:11
      Permalink

      Guten Abend Britta,

      vielen Dank für Deinen sehr ausführlichen Kommentar. Ob die Zahlen jetzt 100%ig stimmen oder nicht, ist erstmal nicht so relevant. Wichtig ist, dass Du in der richtigen Größenordnung unterwegs bist. Und das kann ich leider nicht abstreiten.

      Das aus meiner Sicht wahrscheinlichste Szenario ist folgendes: Kühne wird auch im kommenden Jahr zur Lizenzierung noch einmal die Tasche öffnen. Zeitgleich werden sich die HSV-Verantwortlichen Gedanken machen, wie sie die Mitglieder dazu bewegen können, auf der Mitgliederversammlung weitere Anteile zum Verkauf freizugeben. Entweder läuft dies über einen HSV-Plus-ähnlichen Wahlkampf oder mit direkter Ehrlichkeit á la: Wenn wir das nicht machen, sind wir insolvent. In jedem Fall wird die Fan-Basis weiter bröckeln.

      Solange werde ich versuchen die kleinen Freuden (wie beispielsweise einen überraschenden Auswärtssieg in Köln) noch mitzunehmen. Was danach passiert, wage ich mir nicht auszumalen.

      Vielleicht werden wir jedoch alle von möglicher Kreativität überrascht. Wenn wir hier in Hamburg in einem gut sind, dann darin, den Kopf in letztem Moment noch noch aus der Schlinge zu ziehen.

      Liebe Grüße und einen guten Start in die Woche
      Ralf

      Antwort
    • 5. September 2017 um 18:47
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      Moin Britta
      Zu deinem Beitrag (der mir gut gefällt) hab ich eine kleine Frage was Punkt 1 angeht,die magischen 48 Mio. Wie kommst du darauf das es eine Vorgabe der DFL ist und nicht der Wunsch des AR war ? Wenn es wirklich von der DFL kommt wird es ja noch Punktabzug oder Geldstrafe geben müssen !

      Antwort
      • 6. September 2017 um 8:17
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        Moin Jörg,

        vielen Dank.

        Ich habe kein Amt beim HSV oder kenne Details aus der AG, ich bin nur ein Fan, der nebenbei eine HSV-Gruppe moderiert und daher medial sehr umfassend alles zum HSV verfolgt. Hierbei ist es mir immer wichtig, Originalinterviews zu sehen oder lesen und nicht einfach nur abzuschreiben, wie es die meisten Portale (und leider die Masse der Hamburger Journalisten) machen.

        Zu Deiner Frage: wie auch bei der Gehaltsrechnung, habe ich all das, was berichtet wurde für mich ausgewertet. Fakt ist, dass die DFL mindestens einen ausgeglichenen (gedeckelten) Etat erwartet. Kurze Zeit später, wurde zuerst von den Medien und dann vom HSV die 48 Mio geäußert. Diese hatte so lange bestand, bis der HSV den Wert „aufgeweicht“ hat. Es dauerte ein wenig, dann berichtete Heribert Bruchhagen, dass der neue Wert bei „ca. 55 Mio“ sein soll.

        Für mich steht also fest, dass der HSV mindestens 7 Mio zusätzlich auftreiben muss, um die Auflage der DFL zu erfüllen, stimmt meine Rechnung zum wirklichen Gehaltsetat, muss es sogar mehr sein. Da es Gerüchte und Andeutungen von Kühne gab, dass er auch Gehälter übernimmt, könnte es so sein, dass der HSV in dieser Saison keine Lizenzdiskussion hat, da KMK das Geld bezahlt (hat). Aber eine Saison ist lang, man hat das geplante Ziel im DFB-Pokal verfehlt und eine Transferperiode liegt auch noch vor der Lizenzvergabe … und Kühne ist verstimmt, jetzt, wo ihm die Medien nicht mehr helfen seinen Willen durchzusetzen, sondern er Gegenwind bekommt.

        Der Ritt auf der Rasierklinge geht weiter.

        Kurzum: ich kann die Auflage nicht als „Fakt“ bestätigen, insofern muss man meine Äußerungen als These betrachten. Es gibt einige Indizien, die für diese These sprechen, aber beweisen kann ich es nicht.

        Liebe Grüße
        Britta

        Antwort
        • 6. September 2017 um 22:00
          Permalink

          Hallo Britta
          Danke für die Antwort. Hab nun schon öfter nach dieser Information gesucht und es hätte ja sein können das du da erfolgreicher warst als ich.Denn lassen wir uns mal überraschen ob es noch eine Strafe( Punktabzug)der DFL geben wird.

          Antwort
  • 29. August 2017 um 10:04
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    Hallo Ralf,
    ich habe Deinen Gastbeitrag bei http://hsv-fans.hamburg gelesen.
    Aus meiner Sicht kann Kühne aufgrund der Höhe seiner Anteile nicht in das operative Geschäft eingreifen. Allerdings wurde in den letzten Jahren eine finanzielle Abhängigkeit geschaffen, die eine Steuerung ermöglich (Hahn -> Wood). Die Konstellation mit Struth ist natürlich sehr heikel und ich kann nicht verstehen, dass der damalige VV das alles zugelassen hat. Es wird wohl schwer, da wieder heraus zu kommen. Dafür läuft es sportlich ein wenig besser!
    Gruß Reinhard

    Antwort
    • 30. August 2017 um 10:09
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      Hallo Reinhard,

      vielen Dank für Deinen Kommentar! Ich bin auch froh, dass es sportlich aktuell gut läuft. Wir wissen aber vermutlich beide, dass das leider ganz schnell wieder vorbei sein kann. Gut, dass wir jetzt die Länderspielpause haben, um einmal durchzuatmen :-).

      Liebe Grüße
      Ralf

      Antwort
  • 29. August 2017 um 21:44
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    Moinsen.

    Ich bin hierher über den Gast-Blog-Beitrag im HSV-Blog von Scholle gestoßen. Meine Grundgedanken zu Kühne:

    Ich sehe ihn schon in erster Linie als Fan, „Gönner“ und „Mäzen“.

    Dafür spricht zum einen, dass einen Großteil seiner Investitionen abgeschrieben, bzw. dem HSV erlassen hat.

    So wie ich der vor Jahren eine der Fan-Anleihen erworben hatte. Zur Unterstützung des jetzt stehenden Campus den dann doch Alexander Otto klar gemacht hat, während mein Geld und das vieler anderer zweckentfremdet und zur Schuldentilgung genutzt wurde.

    Zu Kühne:
    So sind Spieler gar nicht mehr da für die er Kohle rausgehauen hat, oder Kühne hat auf Ablöse Beteiligungen verzichtet für Kicker an denen er beteiligt war (zB Ablöse Guerrero).

    Ebensowenig vernahm man einen Aufschrei seitens Kühne als anderen von ihm finanzierte Kicker der Vertrag nicht verlängert wurde und diese ablösefrei wechselten.

    Er kommt mir ehrlich gesagt vor wie JEDER Fan den ich an jedem Spieltag zu Hause im Volkspark sehe – noch ein Thema: Namensrechte erworben und die Butze VOLKSPARKSTADION genannt: Hätte ich soviel Geld und, dann hätte ich die Kohle auch in meinen HSV gesteckt.

    Aber… Je mehr Kohle reingeht ohne dass man eine positive Entwicklung sieht, desto mehr regt man sich auf, desto mehr motzt man. Natürliches Fanverhalten. Jedes Wochenende auf der Tribüne und in der Kurve zu erkennen. Nur bei uns steht nicht SKY, BILD oder der SPIEGEL daneben und zeichnet es auf (es sei denn man heißt „Helm-Peter“).

    Das Kernproblem scheint vielmehr Herr Struth zu sein. Berater von Spielern zu sein UND des Trainers ist generell suboptimal und schädlich.

    Wenn dann der Berater zudem noch – egal ob offiziell oder inoffiziell – dem Investor was ins Ohr haucht, ist es eigentlich fast schon egal wer im Vorstand, Aufsichtsrat oder auf dem Trainerposten sitzt. Da könnten Magath, Seeler, Hoeneß, Beckenbauer, Watzke… Guardiola, Klopp, Mourinho, WER AUCH IMMER sitzen.

    Das Kind wurde aber schon erwürgt.

    Diesbezüglich scheint meiner Meinung nach Struth der Schattenmann und Strippenzieher zu sein.

    Kühne kommt mir eher vor wie derjenige, der dem HSV beim Monopoly jedes mal wenn er über Los kommt, den Betrag den der HSV verdreifacht, sich anschließend aber aufregt wieso der Westbahnhof, die Badstrasse und das E-Werk gekauft wurden statt der Schloßallee.

    Warum noch keine Hotels stehen und warum man sooft Geld für Häuser und Hotels der Mitspieler bezahlen musste.

    Kühne hat meiner Meinung nach schlechte und falsche Berater. Und er geht einem zwar auf den Keks, tat unt tut aber mehr positives als negatives.

    PS: Ich hätte ja eine Idee die dem HSV gern mal vorgetragen werden sollte. Die Alexander-Otto-Akademie möge in „Alexander-Otto & Friends-Akademie“ umbenannt werden und der HSV sollte sowas wie eine „Wall of Fame“ vor oder an der Akademie errichten wo wir Anleihe-Investoren verewigt werden. Dann wäre unser Geld jedenfalls „irgendwie“ wieder an der richtigen Stelle..

    Antwort
    • 31. August 2017 um 7:09
      Permalink

      Guten Morgen Chris,

      eigentlich nehme ich mir ja vor, innerhalb eines Tages zu antworten. Demnach bin ich bei Dir schon ziemlich spät dran. Aber besser spät als nie :-).

      Vielen Dank für Deinen anschaulich geschriebenen Kommentar. Ich finde die Monopoly-Metapher sehr greifbar und muss Dir aus HSV-Sicht leider – je mehr ich drüber nachdenke – zustimmen. Dabei tue ich mich immer schwer, die einzelnen Beteiligten persönlich verantwortlich zu machen. Von außen wäre es unglaubwürdig darüber zu urteilen, weil ich zwischen Unfähigkeit und „einfach ein schlechtes Händchen gehabt“ nicht unterscheiden kann ohne mit den Personen gesprochen zu haben..

      Deinen Vorschlag zur „Alexander-Otto & Friends-Akademie“ finde ich – genau wie Alegna – sehr spannend. Bei meinem nächsten Treffen mit Herrn Wettstein (CFO des HSV) werde ich das ansprechen.

      Liebe Grüße und einen schönen Tag
      Ralf

      Antwort
  • 30. August 2017 um 12:15
    Permalink

    Hallo Ralf,
    großartige Zusammenfassung! Warum melden sich Menschen wie Du nicht häufiger zu Wort? Ich teile Deine Worte.
    Der HSV erscheint mir zu ängstlich, wenn es darum geht, den jungen Spielern Einsatzzeiten zu geben. Die sind es aber, welche langfristig ein Loslösen von einem Investor wie Kühne es ist, möglich machen könnten. Talente hochziehen, fordern und fördern. Ihnen Einsatzzeiten gewähren. Schauen wo noch an Schwächen gearbeitet werden muss. Den jungen Leuten kann man Extraschichten vor oder nach dem Training eher „verkaufen“, als den satten Spielern, die es sich in der Wohlfühloase HSV bequem gemacht haben. Ich möchte hier nur einmal den Namen Diekmeier erwähnen, der in seiner Freizeit alles macht, um medial in Erscheinung zu treten! Von solchen Spielern muss man sich trennen.
    Schenkt man also jungen Spielern Vertrauen, baut sie auf, kann, wird nicht bei jedem gelingen, man so einen Spieler möglicherweise für viel Geld verkaufen. Klauseln bei möglichen Weiterverkäufen lassen den HSV auch danach mitverdienen.
    Schaut man nach Dortmund und dem Beispiel Dembele, kann ich als HSV Fan (seit 40 Jahren) nur neidisch werden!
    Wie von mir oben beschrieben muss es laufen, sonst ergeht es einem HSV über kurz oder lang, wie dem TSV 1860 München! Kühne braucht ja nur mal „eingeschnappt“ sein und sich zurückziehen. Und zack, ist die Lizenz gefährdet…
    Lieber Ralf, lass gerne mal im MatzAb Blog von Dir „hören“! Da macht das lesen gleich doppelt viel Spas, weil ich in Dir einen kompetenten Schreiber sehe…
    Viele Grüße aus dem Bremer Umland, der Gemeinde Ottersberg,
    Carsten

    Antwort
    • 31. August 2017 um 7:23
      Permalink

      Guten Morgen Carsten,

      vielen Dank für Deinen Kommentar. Ich freue mich sehr, dass Du Dich hier zu Wort meldest. Beim MatzAb Blog kommentieren ja eher diejenigen, die ich mit meine Worten leider nicht erreichen konnte. Umso mehr freue ich mich, dass Du den Weg hierher (in „meinen“ Kommentarbereich“) gefunden hast.

      Natürlich würde ich mich gerne häufiger zu Wort melden. Wenn Du hier mit liest, wirst Du mindestens einmal die Woche von mir hören :-). Hast Du neben dem MatzAb Blog noch weitere Kanäle auf denen Du Dir meine Worte vorstellen könntest?

      Den Weg über die Jugend halte ich auch für den vermeintlich wahrscheinlichsten. Leider wurden beim HSV schon mehrere Anläufe genommen, die bisher immer wieder abgebrochen wurden. Wer am Ende für den Weg zurück ins obere Drittel der Gehaltsetats in der Bundesliga verantwortlich war, weiß ich nicht. Es ist eigentlich auch egal. Wichtig ist nur, dass ein bewusst eingeschlagener Weg nicht plötzlich aufgrund persönlicher Befindlichkeiten oder ein paar richtig schlechten Spielen unterbrochen wird. Dieses hin und her ist noch teurer als hätte man es gleich bei den höheren Personalkosten belassen. Die Leihe von Josip Drmic, die ich oben bereits beschrieben habe, verdeutlicht das. Am Ende wissen alle Verantwortlichen, dass am Ende einer Saison abgerechnet wird. Und da ist es besser (mal wieder) ein paar Millionen verbrannt zu haben als sich vorwerfen zu lassen, auf dem 16. bis 18. Platz zu stehen und nichts dagegen unternommen zu haben.

      Vielleicht wird dadurch das Szenario „überraschender sportlicher Erfolg“ dadurch am wahrscheinlichsten. Und alleine das macht mir Angst, weil ich nicht an den kurzfristigen Erfolg des HSV glaube. Natürlich lasse ich mich gerne vom Gegenteil überzeugen :-).

      Ich wünsche Dir einen schönen Tag!

      Liebe Grüße aus Hamburg Barmbek
      Ralf

      Antwort
  • 30. August 2017 um 18:15
    Permalink

    Hallo Ralf,
    ein wirklich toller und sehr differenzierter Artikel zum Thema ‚Kühne und der HSV‘!
    Ebenso finde ich Deinen Gastbeitrag bei Scholle hochinteressant und halte Deine kritischen Äußerungen für absolut angebracht. Nicht umsonst ermittelt jetzt die DFL in diesem Zusammenhang … man darf gespannt sein!
    Die Kommentare hier auf dieser Seite finde ich ungemein qualifiziert und überaus lesenswert, eröffnen sie doch noch manchen zusätzlichen Blickwinkel.

    Auch wenn es nicht direkt zum Thema gehört: Die Idee von Chris „Grobi“ Mau zur „Alexander-Otto & Friends-Akademie“ und der „Wall of Fame“ finde ich wirklich gut, auch wenn ich damals keine Fan-Anleihe erworben habe.

    Antwort
    • 31. August 2017 um 7:27
      Permalink

      Guten Morgen Alegna,

      vielen Dank für Deinen Kommentar. Genau wie bei Carsten möchte ich mich besonders dafür bedanken, dass Du auf den Gastbeitrag bei Scholle eingehst. Schließlich konnten sich nicht alle seine Leser für meine Worte begeistern. Dein Lob an die anderen Kommentatoren auf dieser Seite (artikelübergreifend) möchte ich unterstreichen. Ich sehe es ganz genauso!

      Und da wir jetzt schon drei sind, die die Idee von Chris gut finden (Chris selbst, Du und ich), werde ich das Thema bei meinem nächsten unverbindlichen Treffen mit Herrn Wettstein (CFO des HSV) platzieren.

      Liebe Grüße und einen schönen Tag
      Ralf

      Antwort
  • 31. August 2017 um 10:33
    Permalink

    Guten morgen,
    habe gerade erst den Artikel von Chris „Grobi“ Mau gelesen und kann dem nur zustimmen. Ob im Stadion oder zu Hause, jeder dem was an einem Spiel nicht gefällt, motzt. Warum sollte ein Herr Kühne dazu kein Recht haben? Der ballert sein Geld in einen Klub, wohlwissend, diese größtenteils nicht wieder zurück zu bekommen! Vielleicht ist die Wortwahl nicht immer glücklich, aber das was von den Rängen kommt, würde nicht mal gedruckt werden.
    Ich denke auch, er sollte sich unabhängige Berater suchen.
    Der Mann ist 80, liebt und lebt den HSV, möchte noch einmal einen Titel feiern. Ich bin ünerzeugt, Kühne würde den HSV weiter unterstützen, ob es Sinn macht, bliebe dahin gestellt. Nur eines weiß er, seine Lebenszeituhr tickt, neigt sich aber dem Ende. Und mitnehmen kann am Ende niemand was. Warum also nicht Geld in sein „Spielzeug, besser, Hobby“ investieren?
    Sachlich miteinander kommunizieren, persönliche Eitelkeiten außen vor lassen, dann kommt man immer weiter. Bestes Beispiel ist doch der AR ab 2011. Da ging es oft genug um persönliches.
    Bleib weiter am Ball Ralf, habe Deine Seite gespeichert. Mir gefällt git, was ich hier lese.

    Antwort
    • 1. September 2017 um 7:11
      Permalink

      Hallo Carsten,

      vielen Dank für Deinen zweiten Kommentar :-). Leider gibt es im Business-Kontext wohl kaum etwas Schwierigeres als „seine persönlichen Eitelkeiten außen vor [zu] lassen“, aber ich gebe die Hoffnung nicht auf, dass der HSV irgendwann frei davon ist.

      Ich freue mich wirklich sehr über die positiven Worte. Lass Dir gesagt sein: Ich bleibe am Ball 💪

      Liebe Grüße
      Ralf

      Antwort
  • 1. September 2017 um 7:35
    Permalink

    Guten Morgen,

    ich wollte noch einen kleinen Nachtrag zu meinem Beitrag schicken, einen Satz aus einem Artikel der BILD:

    „Heribert Bruchhagen zahlt seinem Profi-Kader 55 Millionen an Gehältern“

    Nachdem man gestern Lasogga und Porath abgegeben hat (ca. 2,5 Mio weniger pro Jahr), berichtet die BILD noch immer von 55 Mio Gehaltsetat …. die gleiche Zahl – seit Wochen! Nach meiner Rechnung liegt der HSV seit gestern nun tatsächlich ungefähr dort (leicht drüber).

    Liebe Grüße
    Britta

    Antwort
    • 2. September 2017 um 10:25
      Permalink

      Guten Morgen Britta,

      Deine Rechnungen möchte ich gerne mal sehen. Magst Du sie per Mail (ralf.leister@fussballwirtschaft.de) teilen? Für einen Beitrag ist das Thema glaube ich zu spitz und vage, da Du ja vermutlich keine 100%ig genauen Zahlen hast. Aber die Neugier in mir ist doch ziemlich groß :-).

      Liebe Grüße und ein schönes Wochenende
      Ralf

      Antwort
      • 6. September 2017 um 7:57
        Permalink

        Moin Ralf,

        Du kannst sie in unserer Forum unter „Transfers und Gerüchte“ nachverfolgen. ;-)Ich habe sie dort, beginnend ab Mai, immer mal wieder gepostet. Ein präsentationsreife Aufstellung habe ich nicht, aber als die Diskussion um die Lizenz und die Zugänge begann, fand ich das spannend und habe mal angefangen mitzurechnen.

        LG Britta

        Antwort
  • 1. September 2017 um 12:29
    Permalink

    Hallo Ralf,
    auch ich bin über Deinen Gastbeitrag bei Scholle gestolpert und kann mich allen Kommentatoren hier nur anschließen.
    Erfrischend, daß hier keine Pöbler oder Selbstdarsteller einen Pamphlet verfassen und sich deutlich differenzierter auf einem angenehmen Niveau über unser aller Sorgenkind HSV äußern.

    Weiter so!!!

    Ich habe Deine Seite sofort gespeichert und werde gern häufiger mitlesen.

    Gruß aus Lübeck

    Antwort
    • 2. September 2017 um 10:29
      Permalink

      Hallo Nordic,

      vielen Dank für Deinen Kommentar und das Feedback. Darüber freue ich mich jedes Mal sehr! Pöbler und Selbstdarsteller wird es hier nicht geben. Versprochen. Ich freue mich, wenn Du häufiger mal vorbeischaust und Dich zu Wort meldest und wünsche Dir ein schönes Wochenende!

      Liebe Grüße
      Ralf

      Antwort

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