Darum investieren immer mehr Fußballprofis in eSports-Teams

Darum investieren immer mehr Fußballprofis in eSports-Teams

Was haben Ronaldinho, Mesut Özil und Christian Fuchs gemeinsam? Sie können alle ziemlich gut Fußball spielen und investieren in eSports-Teams.

Neben ihrer Leidenschaft auf dem Rasen teilen die drei ein weiteres Hobby. Dieses findet vor dem PC oder der Konsole statt.

Genau wie viele andere Fußballprofis auch, stehen sie auf eSports. Neben dem Alltag, der aus Training und gesunder Ernährung besteht, verbringen die drei viel Zeit online.

Anders als viele ihrer Kollegen, gehen sie dabei jedoch noch einen Schritt weiter: Sie bauen eigene eSports-Teams auf.

Hier erfährst Du, warum einige Fußballprofis diesen Weg gehen und wie unterschiedlich dieser sein kann.

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Ronaldinho als Markenbotschafter

Ich bin aufgewachsen, als Ronaldinho auf dem Rasen seine erfolgreichsten Jahre hatte. Es hat mir immer viel Spaß gemacht, ihm beim Fußballspielen zuzuschauen.

Erst Anfang Oktober wurde die Nachricht veröffentlicht, dass Ronaldinho sich verstärkt im eSports engagiert. Dabei ist er unter anderem Markenbotschafter von SCUF.

SCUF ist aus dem eSports-Umfeld nicht mehr weg zu denken. Das Unternehmen vertreibt professionelle Controller. Ronaldinho kündigte die Zusammenarbeit wie folgt an.

Ronaldinho´s Tweet zur Zusammenarbeit mit SCUF

Für alle, die Tweets lieber auf deutsch lesen:

Um auf dem Platz erfolgreich zu sein, habe ich die besten Schuhe genommen. Im Spiel brauche ich einen SCUF Controller, um zu gewinnen.

Übersetzung des Tweets

Zugegeben, das liest sich erstmal nur wie ein ganz normaler Testimonial-Deal. Es geht jedoch noch weiter.

R10 baut eigenes Team auf

Darüber hinaus möchte Ronaldinho nämlich ein eigenes Team aufbauen. Dabei möchte er sich mit seinem Team auf den brasilianischen Markt konzentrieren und von dort die Gamer-Szene aufmischen.

Laut Medienberichten wurde aktuell noch nicht bestätigt, in welchen Disziplinen der brasilianische Superstar aktiv sein möchte.

Es würde mich jedoch sehr wundern, wenn FIFA und PES nicht im Repertoir dabei wären.

Ich persönlich finde, dass es durchaus zum Spielertyp von Ronaldinho passt. Auch auf dem Spielfeld war er immer etwas verspielt. Insofern scheint der Schritt in die virtuelle Welt durchaus nachvollziehbar.

Mesut Özils eSports-Teams

Mesut Özil ist schon etwas länger im eSports-Geschäft aktiv. Nach seinem PR-Skandal in Bezug auf den Auftritt mit dem türkischen Präsidenten stieg der ehemalige Nationalspieler 2018 in den eSports-Bereich ein.

Auch der aktuelle Arsenal Spieler wählte Twitter dabei als Medium der Wahl zur Ankündigung.

Tweet von Mesut Özil

Er legte sich zu Beginn auf die FIFA-Titel fest. Mittlerweile umfasst das Team aber auch mehrere Fortnite-Spieler. Özil ist somit gaming-technisch nicht auf Fußballsimulationen festgelegt.

Der Spielmacher musste jedoch in jüngster Vergangenheit lernen, dass es nicht leicht ist, ein eSports-Team aufzubauen.

Aufgrund von „mangelnder Perspektive“ haben bereits mehrere Talente die eSports-Teams von Mesut Özil verlassen.

Die jungen Spieler stört dabei insbesondere die fehlende Aufmerksamkeit des Fußballprofis.

Christian Fuchs als Vorreiter

Der Österreichter und ehemalige Schalker Christian Fuchs ist ebenfalls seit 2018 im eSports aktiv. Bis Sommer nächsten Jahres steht der Linksverteidiger beim englischen Club Leicester City unter Vertrag.

Nebenbei baut er sich jedoch schon eine eigene Marke auf, bei der er mit seinem Namen spielt: No Fuchs Given.

Die inhaltliche Interpretation und Aussprache überlasse ich jedem selbst. Es gibt jedoch unter anderem schon eine eigene Mode-Kollektion unter der Marke.

Unter selbigem Namen hat der Fußballprofi eine eSports-Akademie ins Leben gerufen. Diese trägt den folgenden Slogan:

No Fuchs Given eSports Academy – Developing the future of eSports!

Slogan der eSports-Akademie von Christian Fuchs

Somit verfolgt der Österreicher mit seinen eSports-Teams vor allem auch ein Ausbildungskonzept.

Investitionen in eSports-Teams

Alle drei Fußballprofis teilen die Liebe fürs Zocken. Damit sind sie bei Weitem nicht alleine.

Die gewählten Ansätze sind jedoch komplett unterschiedlich. Ronaldinho wird über seinen Werbevertrag sicherlich von allen dreien am meisten Geld im Bereich eSports verdienen.

Der Aufbau eines Teams kostet vor allem erst einmal Geld. Die Spieler müssen verpflichtet, sowie die Infrastruktur aufgebaut werden. Außerdem gehört zu einem wirklichen eSports-Team noch viel mehr: Beispielsweise ein Trainer.

Über die Vermarktung des Teams an Werbepartner sowie ggf. Preisgelder ließe sich natürlich Geld verdienen. Ich gehe dennoch davon aus, dass der Schritt kurzfristig nicht finanziell motiviert war.

Vielmehr geht es den Profis sicherlich um das Ausleben eines ihrer größten Hobbies abseits des Platzes.

Außerdem dürfen wir nicht vergessen, dass die drei Profis allesamt nicht die Jüngsten sind. Während Ronaldinho die Schuhe schon offiziell an den Nagel gehängt hat, sind Mesut Özil und Christian Fuchs von diesem Schritt auch nicht mehr weit entfernt.

Ich finde es durchaus clever, sich als aktueller Profi bereits Gedanken über die Karriere nach der Karriere zu machen. Allerdings muss dieser Weg dann auch mit der nötigen Konsequenz verfolgt werden.

Es scheint so, als hätte Mesut Özil den Aufwand eines eigenen eSports-Teams unterschätzt.

Ich bin mir jedoch sicher, dass zukünftig noch mehrere Profis den Weg in den eSports finden werden.

Diego Demme von RB Leipzig ist sogar an der Konsole kompetitiv unterwegs.

Er ist Teil des FIFA-Kaders der Sachsen und wird seinen Verein im Rahmen der virtuellen Bundesliga vertreten. Ich hoffe, dass ihn dieses Engagement nicht zu sehr vom eigentlichen Fußball abhält.

Auch eSports-Profis müssen nämlich tagtäglich mehrere Stunden trainieren, um ganz oben mitspielen zu können.


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