Vergleich macht Dominanz der Premier League zur Bundesliga deutlich

Vergleich macht Dominanz der Premier League zur Bundesliga deutlich

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In diesem Beitrag schauen wir uns die Dominanz der Premier League im Vergleich zur Bundesliga an.

Dass es sportlich in England wesentlich besser läuft als hierzulande, wurde im Achtelfinale der Champions League deutlich.

Mit demFC Schalke 04, Borussia Dortmund und dem FC Bayern München schieden alle drei Bundesliga Teams im Achtelfinale aus.

Auffallend dabei ist, dass die Top Clubs der Bundesliga dabei allesamt gegen Teams aus der Premier League ausschieden.

Dies wirft die Frage der Dominanz der Premier League auf, der wir uns in diesem Beitrag auf kreative Art und Weise nähern wollen.

Fakt ist nämlich, dass keines der Deutschen Teams zu irgendeinem Zeitpunkt der 180 Minuten eine Chance gegen die Clubs von der Insel hatte.

Mit 10 zu 2 Toren gingen die Schalker gegen Manchester City zwar komplett unter, erzielten dabei aber immerhin zwei Tore.

Das gelang weder dem Deutschen Rekordmeister gegen den FC Liverpool (1 Liverpooler Eigentor in 180 Minuten), noch Borussia Dortmund gegen die Tottenham Hotspurs (0 Tore).

Das habe ich zum Anlass genommen, um mir fünf wirtschaftliche Kennzahlen der sechs Clubs im Vergleich zueinander anzuschauen.

Umsatz der Clubs in Premier League und Bundesliga

Fangen wir mit einer nahe liegenden Kennzahl an: Dem Umsatz. In der nachfolgenden Abbildung siehst Du den Umsatz für 2016/17 (in Millionen Euro) der sechs Clubs sowie zusammengefasst für ihre jeweilige Liga.

Dominanz der Premier League auf Basis des Umsatzes
Dominanz der Premier League auf Basis des Umsatzes

Die Zahlen dieser Analyse stammen aus dem Football Money League Report 2019 von Deloitte, den Du Dir hierkostenlos herunterladen kannst.

Obwohl der FC Bayern München erstaunlicherweise mehr Geld erwirtschaftet als jeder der drei Premier League Clubs, ist die Dominanz der Premier League deutlich.

Während die drei Bundesligisten insgesamt auf knapp 1,2 Milliarden Euro Umsatz kommen, erwirtschafteten die drei Premier League Clubs über 1,5 Milliarden Euro an Umsätzen. Das sind immerhin 25% mehr.

Wäre es bloß nach Umsatz gegangen, hätte der deutsche Rekordmeister das Team von Jürgen Klopp demnach schlagen müssen.

Die Frage ist ja aber auch, was die Clubs mit dem erwirtschafteten Geld anstellen. Deshalb habe ich mir zusätzlich auch die Marktwerte der jeweiligen Kader angeschaut.

Marktwerte der jeweiligen Top 3

Die Zahlen für den Vergleich der Marktwerte (in Millionen Euro) stammen natürlich von Transfermarkt.de. Stichtag ist hierfür übrigens der 15. März.

Die nachfolgende Grafik ist genauso aufgebaut, wie die in Bezug auf den Umsatz.

Dominanz der Premier League anhand der Marktwerte der Kader
Dominanz der Premier League anhand der Marktwerte der Kader

Die Dominanz der Premier League gegenüber der Bundesliga ist in dieser Analyse sehr stark erkennbar. Während die drei Clubs der Premier League „nur“ 25 % mehr Umsatz erwirtschaften, sind die Marktwerte der Kader über 80% höher.

Hierbei ist jedoch zu berücksichtigen, dass englische Clubs dazu tendieren, einen größeren Anteil ihres Umsatzes für Spielergehälter auszugeben.

Dementsprechend können sich die Clubs der Premier League teurere Kader leisten. Dass dies zumindest im Achtelfinale der Championes League gegen die deutschen Vertreter gewirkt hat, haben wir gesehen.

Es verwundert auch nicht, dass Manchester City fünf Mal so viele Tore gegen Schalke geschossen hat, wie sie kassiert haben.

Der Kader von Manchester City ist fast fünf Mal so viel wert wie der von Schalke 04.

Wir wissen natürlich alle, dass finanzielle Schlagkraft nicht als ausschließliches Kriterium für den finanziellen Erfolg gilt. Trotzdem hat Geld im Achtelfinale der Königsklasse zwischen der Premier League und Bundesliga definitiv Tore geschossen.

Schauen wir nun, ob sich diese wirtschaftliche Dominanz der Premier League auch in den Unternehmensbewertungen niederschlägt.

Unternehmenswerte: Premier League vs. Bundesliga

Bei den Unternehmenswerten handelt es sich um eine weitere wirtschaftliche Kennzahl. Diese gibt an, wie viel Geld bezahlt werden müsste, um einen Club komplett zu übernehmen.

Dabei sind dies vielmehr theoretische Werte. Am Ende ist ein Club nämlich immer das wert, was ein potenzieller Käufer bereit ist, dafür auszugeben.

Trotzdem sind diese Werte sehr gut vergleichbar. Insbesondere, da sie allesamt vom Team des KPMG Football Benchmarks erhoben wurden.

Anders als beispielsweise der Umsatz ist diese Kennzahl aber viel langfristigerer Natur. Beim Umsatz schauen wir uns immer nur eine Saison an.

Bei der Unternehmensbewertung geht es hingegen um die gesamte Zukunft eines Clubs.

Dominanz der Premier League anhand der Unternehmensbewertungen
Dominanz der Premier League anhand der Unternehmensbewertungen

Anders als in den anderen Kategorien führt der Deutsche Rekordmeister dieses Ranking an. Der FC Bayern München hat mit gut 2,5 Milliarden Euro den höchsten Unternehmenswert.

In Summe stellen die drei Clubs der Premier League die deutschen Top-Clubs jedoch erneut in den Schatten. Allein schon durch diesen Erfolg dürften sich die Unternehmensbewertungen im kommenden Jahr weiter zu unseren Ungunsten verschieben.

Schauen wir uns nun noch eine letzte Kategorie an.

Follower der sechs Clubs im Vergleich

Im digitalen Zeitalter gibt es viele Kennzahlen, die angeben, wie weit ein Club bei der Transformation bereits ist.

Die Anzahl der Follower ist dabei nur eine mögliche. Wir wollen es ja aber nicht zu kompliziert werden lassen und die Kernaussage wird auch bei diesem oberflächlichen Vergleich deutlich.

Nachfolgend siehst Du die Anzahl der Follower (in Millionen) der vier großen Social Media Plattformen. Berücksichtigt wurden demnach Facebook, YouTube, Twitter und Instagram.

Dominanz der Premier League anhand der Follower-Zahlen
Dominanz der Premier League anhand der Follower-Zahlen

Wir haben dieser Analyse ein ähnliches Bild. Auch wenn der FC Bayern scheinbar die anderen fünf Clubs dominiert, sind die drei Premier League Clubs in Summe reichweitenstärker.

Fazit zur Dominanz der Premier League

Sportlich gesehen waren die drei Top-Vertreter der Bundesliga im Achtelfinale der Champions League gegen die Clubs der Premier League komplett chancenlos.

Auch die wirtschaftlichen Indikatoren, die durchaus etwas langfristiger ausgelegt sind, stehen in Summe gegen die Bundesligisten.

Ich sage es wirklich ungerne, aber um sportlich weiterhin wettbewerbsfähig zu bleiben, beziehungsweise es wieder zu werden, muss sich auch wirtschaftlich etwas ändern.

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