7 Trends, die überall im Sportbusiness 2020 auf dem Zettel stehen müssen

7 Trends, die überall im Sportbusiness 2020 auf dem Zettel stehen müssen

In diesem Beitrag wage ich einen Ausblick auf das Sportbusiness 2020. Mich überrascht es selbst, diese Zeilen zu schreiben, aber 2019 neigt sich mit rasender Geschwindigkeit dem Ende zu.

Anders als in den vergangenen Jahren fasse ich Rück- und Ausblick dieses Jahr zusammen. Der Schwerpunkt liegt aber auf der Zukunft. Auch dieser Gedanke zieht sich durch den gesamten Beitrag.

Ich erhebe mit diesem Ausblick auf das Sportbusiness 2020 keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Es kann also durchaus sein, dass es weitere wichtige Themen für das kommende Jahr gibt, die ich hier nicht erwähnt habe.

Eine vollständige Liste an Themen für das Sportbusiness 2020 ist natürlich unendlich lang. Jeder einzelne Bereich hat unzählige Projekte auf der Agenda, die angegangen werden sollen oder müssen.

Ich konzentriere mich allerdings mehr auf die strategischen beziehungsweise digitalen Themen, die auf keiner Agenda im Sportbusiness fehlen sollten.

In den Themen kenne ich mich durchaus gut aus oder habe Kontakt zu ausgewiesenen Experten. Wenn Du Dich in diesen Gebieten 2020 stärker engagieren möchtest, kontaktiere mich gerne – beispielsweise bei LinkedIn.

Trends fürs Sportbusiness 2020

Die nun folgenden Trends sollten auf jeder Agenda im Sportbusiness 2020 stehen.

Ausgewählte Trends fürs Sportbusiness 2020
Ausgewählte Trends fürs Sportbusiness 2020

Diese Schwerpunkte habe ich mir dabei nicht nur selbst überlegt, sondern auch mit Kontakten diskutiert.

Nun möchte ich jedes Thema fürs Sportbusiness 2020 einmal gemeinsam mit Dir durchgehen.

Kulturwandel im Sportbusiness 2020

Die größte Herausforderung für viele Unternehmen im Sportbusiness 2020 ist meiner Meinung nach ein Kulturwandel.

Das Thema klingt eigentlich eher soft beziehungsweise qualitativ, ist aber in meinen Augen eine Grundvoraussetzung für langfristigen Erfolg.

Durch die Möglichkeiten der Digitalisierung müssen Unternehmen sich ändern. Um in der immer schnelllebigeren Welt der Technologien bestehen zu können, müssen Organisationen im Sportbusiness 2020 Innovationen fördern.

Dieser Förderung kann dabei nicht von oben beschlossen werden. Die zugrunde liegenden Organisationen müssen sich anpassen. Abteilungen müssen stärker zusammenarbeiten und das Führungsverständnis muss sich ändern.

Dadurch sollen die Mitarbeiter ihre Kreativität frei entfalten können. Das führt nicht nur zu erfolgreichen Innovationen, sondern auch zu Fehlern. Die Organisationen im Sportbusiness 2020 müssen diese Fehler zulassen und nicht bestrafen.

Ausgeglichenheit des Wettbewerbs

Der sportliche Wettbewerb lebt von der Ausgeglichenheit. Wenn wir von vornherein wissen, welcher Club deutscher Meister wird, welche Nation die EURO 2020 und welcher Club die Champions League gewinnt, verliert der Sport an Attraktivität.

Auf Verbands-Ebene (UEFA & FIFA) müssen deshalb Maßnahmen diskutiert und beschlossen werden, die den Wettbewerb stärken.

Auch wenn der Kampf um die vordersten Plätze in der Bundesliga diese Saison spannend ist, liegen die Clubs wirtschaftlich ziemlich weit auseinander.

In der Champions League zeichnet sich ebenfalls ab, dass es wenig Überraschungen nach der Gruppenphase geben wird.

Um diesem Phänomen entgegen zu wirken sind Reformen auf Ebene des europäischen Fußballs notwendig. Damit habe ich mich in diesem Jahr bereits detaillierter beschäftigt.

Wegweisende Rechte-Ausschreibungen

Im Frühjahr 2020 werden die Rechte für die Bundesliga neu ausgeschrieben. Es entscheidet sich also, welche Abos wir Fans zukünftig benötigen, um alle Spiele des Fußballoberhauses schauen zu können.

Der Chef der Deutschen Fußball Liga (DFL) sagte hierzu:

Wir wissen, was wir dem Zuschauer zumuten können – und was nicht. Wenn man drei Abos benötigt, um die Bundesliga komplett zu konsumieren, würde das die Schwelle des Erträglichen aus unserer Sicht stark strapazieren.

Christian Seifert in der Welt am Sonntag

Wir können also optimistisch sein, dass wir nicht noch mehr Abos brauchen, um die Bundesliga zu verfolgen. Trotzdem stellt sich die Frage, ob sich der unaufhaltsame Anstieg der gezahlten Rechtesummen fortsetzt.

Andere Ligen konnten die teilweise hohen Erwartungen in der jüngsten Vergangenheit nicht erfüllen. Ich hoffe, dass die Bundesliga einen weiteren Zuwachs erzielen kann.

Chatbots zur Fan-Kommunikation

Die ersten Fußballclubs nutzen Chatbots bereits zur automatisierten Kommunikation mit ihren Fans. Zuletzt gab Hertha BSC den Launch eines Ticketing Chatbots bekannt.

Ich kenne Branchen, in denen über 50% der Kundenanfragen über Chatbots erfolgreich gelöst werden. Irgendwie habe ich das Gefühl, dass das Potenzial dieser Technologie im Sportbusiness noch unterschätzt wird.

Natürlich dürfen wir nicht außer Acht lassen, dass Kundenanfragen ganz verschiedener Natur sein können. Über ausgewählte Anwendungsfälle – wie beispielsweise im Bereich Ticketing – können die Fans sich jedoch an Chatbots gewöhnen und die Organisationen lernen.

Ich bin davon überzeugt, dass Chatbots im Sportbusiness 2020 eine noch größere Rolle einnehmen werden.

Voice im Sportbusiness 2020

Ähnliches gilt übrigens für Voice. In meinem Haushalt betätige ich fast keine Schalter mehr: Licht, Wecker, Radio und Fernseher steuere ich komplett über Google Home.

Auch Fußballergebnisse erfrage ich in der Regel spielerisch. Die Lösungen einzelner Sportorganisationen nutze ich persönlich noch nicht.

Über die Rolle von Voice im Sport werde ich übrigens bei den IN BETA Auditions am 15. Januar in Frankfurt diskutieren.

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Stärkere Verbreitung von CSR-Initiativen

CSR steht für Corporate Social Responsibility. Die Disziplin geht davon aus, dass jedes Unternehmen gesellschaftliche Verantwortung übernehmen sollte.

Über einen Ausschnitt des Themas habe ich bereits im März bei einer Konferenz in Frankfurt diskutiert.

Demnach geht es um viel mehr als „nur“ um Nachhaltigkeit. Die Bundesligisten starten in diesem Bereich aktuell verschiedenste Initiativen.

Diese beginnen bei nachhaltigem Rasen ohne umweltschädliches Plastik und gehen bis hin zu behindertengerechten Einrichtungen.

Darüber hinaus umfasst diese Disziplin aber auch den Kampf für mehr Toleranz und gegen Homophobie, Rassismus & Co.

Zuletzt hat Borussia Dortmund unfreiwillig Aufmerksamkeit erregt.

Tweet der Sportschau zu der Reaktion von Borussia Dortmund auf Plakate gegen Homophobie im BVB Design

In Dortmund sind mehrere Plakate gegen Homophobie im BVB Design aufgetaucht. Auch wenn der Club diese nicht selbst aufgehängt hat, unterstützt er die Aktion inhaltlich.

Ich gehe davon aus, dass das Thema CSR im Sportbusiness 2020 noch mehr Aufmerksamkeit bekommt.

eSports im Sportbusiness 2020

Natürlich kann ich den Ausblick fürs Sportbusiness 2020 nicht abschließen, ohne über eSports zu sprechen.

In diesem Jahr hat der elektronische Sport voraussichtlich die Grenze von einer Milliarde Dollar Umsatz geknackt.

Die Anzeichen stehen gut, dass diese positive Entwicklung weitergeht. Zuletzt verkündete schließlich der deutsche Rekordmeister seinen Einstieg in den elektronischen Sport.

Damit ist der FC Bayern München definitiv kein First-Mover, aber springt trotzdem mit Verzögerung auf den eSports-Zug auf.

Ich gehe stark davon aus, dass eSports auch nächstes Jahr weitere Rekorde brechen wird.

Fazit zum Ausblick aufs Sportbusiness 2020

In diesem Beitrag zähle ich viele Entwicklungen auf, die das Sportbusiness 2020 beeinflussen könnten.

Mit Sicherheit kann ich das natürlich nie prognostizieren. Ich weiß nur, dass ich garantiert auch einzelne Trends nicht mit aufgenommen habe.

Diese Unsicherheit ist bei Zukunftsfragen jedoch nie weg zu denken.

In diesem Sinne wünsche ich Dir eine besinnliche Weihnachtszeit und einen guten Rutsch in 2020. Den nächsten Beitrag gibt es hier am 15. Januar 2020.


Schreibe mir jetzt eine Mail, wenn Du mindestens eine dieser Entwicklungen aufgreifen möchtest. Ich helfe Dir dabei!

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